Ausbildung in der Schweiz

Veröffentlicht am

Der Fachkräftemangel nimmt auch die Schweiz immer mehr in seinen Bann. Auch Lehrstellen bleiben immer häufiger aus Mangel an geeigneten Kandidaten aus dem Inland unbesetzt.

So ist es eine erfreuliche und erstrebenswerte Entwicklung, dass immer mehr Ausbildungsplätze in der Schweiz mit jungen Menschen, die außerhalb der Schweiz leben, besetzt werden können. Viele von ihnen arbeiten in grenznahen Gebieten, doch auch in anderen Regionen der Schweiz steigt die Zahl der ausländischen Lehrlinge.

Ausbildung in der Schweiz – die Vorteile

Eine Ausbildung in der Schweiz ist eine Investition in die Zukunft. Denn eine fundierte Ausbildung eröffnet Ihnen nicht nur in der Schweiz, sondern auch im Ausland vielfältige Perspektiven. Die Schweizer Wirtschaft gehört zu den innovativsten und wettbewerbsfähigsten der Welt – ein Grund dafür, warum so viele internationale Konzerne ihren Sitz in der Schweiz haben.

Breites Angebot

Dadurch gibt es auch eine Vielzahl an attraktiven Ausbildungsplätzen in den unterschiedlichsten Branchen. Gerade in der gut vergüteten und attraktiven Pharmaindustrie ist das Angebot an fachspezifischen Ausbildungen sehr breit gefächert.

Bessere Vergütung

Die Vergütung einer Ausbildung in der Schweiz ist ebenfalls oft höher als in Deutschland. Das kann gerade für junge Menschen aus grenznahen Gebieten attraktiv sein. In Deutschland wohnen bleiben und von den vergleichsweise geringen Lebenskosten profitieren und gleichzeitig ein höheres Schweizer Gehalt erhalten kann eine attraktive Möglichkeit sein.

Keine Sprachbarriere

Schlussendlich haben Sie in der Schweiz oft auch nicht das Problem, eine Fremdsprache für ihre Ausbildung lernen zu müssen. So ist es auch für deutsche Azubis möglich, in der Schweiz eine Lehre zu absolvieren und dabei die Sprachbarriere komplett zu umgehen.

Ausbildung in der Schweiz – wie unterscheidet sie sich?

Die Ausbildung in der Schweiz ist der in Deutschland ziemlich ähnlich. In der Schweiz gibt es jedoch zwei Ausbildungsmöglichkeiten: Neben der klassischen 3 – 4 jährigen Ausbildung gibt es eine Ausbildungsform die lediglich 2 Jahre dauert. Diese richtet sich primär an lernschwache Schüler mit guten praktischen Fähigkeiten, die bei einer regulären Ausbildung schulische Probleme haben. Nach dieser 2 jährigen Ausbildung erhalten die Absolventen ein eidgenössisches Berufsattest, welches sie zur Ausübung der Berufes befähigt.

Die Ausbildung erfolgt im Lehrbetrieb und in der Berufsschule. Außerdem nehmen Auszubildende regelmäßig ebenfalls an überbetrieblichen Kursen teil. Hierbei sollen weitere Fähigkeiten und Kenntnisse ausgebaut werden.

Ausbildung in der Schweiz – geht das so einfach?

Grundsätzlich darf jeder, der mindestens 15 Jahre alt ist und die Schule erfolgreich abgeschlossen hat eine Ausbildung in der Schweiz absolvieren. In einem Abkommen ist es sogar geregelt, dass EU Bürger die berufliche Grundbildung in der Schweiz absolvieren dürfen.

Dafür müssen Sie natürlich eine Aufenthaltserlaubnis oder eine Arbeitsbewilligung besitzen.

Generell müssen Sie, wenn Sie in der Schweiz berufstätig sind (dazu gehört auch eine Ausbildung) in der Schweiz krankenversichert sein.

Achtung! Diese Regelung gilt auch für Grenzgänger. Sprich, wenn Sie nach ihrer Arbeitszeit zurück nach Deutschland fahren und dort wohnen, müssen Sie sich dennoch in der Schweiz versichern!

Fazit:

Eine Ausbildung in der Schweiz bietet viele Vorteile und Perspektiven. Die Regelungen sind dabei relativ einfach und unkompliziert. Die Ausbildung an sich ähnelt der Ausbildung in Deutschland, kann jedoch auch mit einer verkürzten Variante von nur 2 Jahren absolviert werden.

Autor: Holger Kosmund

Holger Kosmund ist seit über 18 Jahren als unabhängiger Finanz- und Versicherungsberater im Raum Lindau am Bodensee tätig. Durch die Nähe zur Schweiz war er in dieser Zeit bereits vielen Grenzgängern bei der optimalen Absicherung und Vorsorge behilflich.

Termin buchen